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Franz Schmuck - Global Player
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Lebenslauf >>> |
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Franz ist selten
ein Kind von Traurigkeit. Er kann natürlich ernst sein, besonders
wenns ums Spielen geht. Aber diese saure Miene am Foto rührt
daher, dass Franz gerade für ein Porträtfoto gestört
wurde, als er mit Töpfen, Pfannen, Deckeln und Kochlöffeln
aus Mamas Küchenkastl seine erste Percussion-Komposition à
la Stomp entwickeln wollte. Aufgrund der ansonsten praktizierten
familiären musikalischen Frühförderung und der
naturpädagogischen Selbstedukation in der Kinderbande konnte
dieses Erlebnis jedoch nicht traumatisch werden. |
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Bereits im zarten Alter von 10 Jahren wurde Franz von
einem schwarz gewandeten Menschenfischer nach Salzburg in ein Internat
gelockt mit dem Angebot, er könne später einmal als Missionar
nach Afrika gehen, was dem Franz natürlich sehr imponierte. Bald
merkte er aber, dass Internat nichts mit international zu tun hat, dass
dort zwar viel gesungen wird, aber ohne Groove und Soul, dass Passions-
& Hirtenspiele einen eher geringen Spaßfaktor haben, und als
1971 gerade die Musik von Jimi Hendrix, Led Zeppelin und Pink Floyd die
Stimmung im Internat kräftig anheizte, verließ Franz die
Mozartstadt, um in der Osttiroler Provinz seine künstlerische
Laufbahn zu antizipieren.
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Schon ein Jahr später, mit 15, wurde er in eine Anderswelt
entführt und in die sogenannte Progressive Musik initiiert: in
Viktring beim Musikforum verfiel er der Urwaldmusik (heute nennt man
sie Weltmusik) und dem Free-Jazz. Zuhause im Keller des Elternhauses
praktizierte er mit Bruder Gottfried musikalischen Underground. Er
baute sein erstes Schlagzeug bestehend aus einer Waschpulvertrommel,
alten Marschkapellen-Snaredrums, einem Verkehrsschild und einer
Teekiste. Das Pfeifen von Radio-Kurzwellensignalen, gutturale Schreie,
kreischende Stromgitarre-Sounds und zerhackte Rhythmen (heute als
BreakBeats im HipHop bekannt) erschütterten das Haus der bis dahin
unauffälligen Schmuck-Familie.
Franz begann plötzlich überall wie wild mit zwei
Holzstöcken herum zu trommeln, auch auf seinen Oberschenkeln. So
wirkte sich bereits in früher Jugend sein Drumstick-Training auf
der Bettdecke vor dem Einschlafen auf seine psychische Reifung aus:
keine Tics, keine Komasaufexzesse oder Ärgeres, wie unter
Altersgenossen zu finden, Franz entwickelte eine ausgeglichene,
friedliche Persönlichkeit.
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Franz spielte auch Fußball, ziemlich gut sogar.
Vielleicht hätte er auch eine tolle Spielerkarrierre machen
können, aber dieses Spiel war ihm letztendlich doch zu ernst, zu
reglementiert. Seine Versuche, mit frei improvisierten Soloeinlagen,
Echtzeit-Zeitlupenspiel und Contact Dance eine Art Free-Soccer zu
begründen, scheiterten am mangelnden Kunstverständnis seiner
Mitspieler.
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Man sieht hier
das Porträt des jugen Mannes als Träumer: wohin geht die
Reise? Nach Afrika, Bali, Australien, Indien? Wo ist der Rand der Welt?
Wie singt man dort? Wird dort gejodelt? Nach dem
Musik-Hoch-Schul-Studium in Graz ist ihm vieles klar, begrifflich und
technisch, und doch alles neu, neu zu erfahren, Grenzen spielend zu
überschreiten, die Welt der Rhythmen und Klänge zu erkunden
und damit Neues zu formen. Damit beginnt seine permanente musikalische
Reise in reale und imaginäre Weltgegenden und im Lauf der Jahre
zusammen mit vielen gleichgesinnten Musikern und Bands. Und er
fällt immer wieder auf durch sein originelles und
einfühlsames Spiel. Na klar, in seiner Rassel sind ja auch
Einfüll-Samen.
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Die Rasseln sind selbst gebaut, auch die Marimba,
Rahmentrommeln und viele andere Instrumente und einige davon sind von
ihm erfunden oder weiterentwickelt. Franz ist ein Handwerker, nicht nur
am Schlagzeug. Ohne die Musik wäre er vielleicht bildender
Künstler geworden. Im Lauf der Jahre formt er mit Schnee, Ton,
Fundstücken aus der Natur und vor allem mit Holz
künstlerische Kleinode und, ganz Sammler wie der Papa, füllt
er Haus und Keller damit. Vielleicht ist dies seine dritte oder vierte
Säule der Zukunftsvorsorge.
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Da wäre auch noch der sprachspielende Franz zu
erwähnen, sein Wortwitz, der jede Runde erheitert und seine
literarischen Experimente, die vielleicht irgendwann in Buchform zu
lesen sein werden.
Franz spielt gern und gibt dies spielend weiter: in
Workshops für Kinder, Lehrer und Manager, mit der Botschaft, die
2000 Jahre überlebt hat: wenn ihr nicht werdet wie die Kinder,
werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen.
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Lebenslauf >>> |
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